USA-Austausch 2019

Collage USA AustauschDer USA-Austausch 2019 fand vom 05.-20. Oktober statt. Zusammen waren wir 18 Schülerinnen und Schüler und als Begleitpersonen waren Frau Eßer-Brettschneider und Frau Sauer mit uns unterwegs.

Wir haben uns am Abfahrtstag morgens um 5 Uhr am Franken Gymnasium getroffen und sind von dort aus über Siegburg bis nach Frankfurt (Flughafen) gefahren.

Unser Flug dauerte dann acht Stunden, und als wir in New York am Flughafen angekommen waren, sind wir erst einmal mit einem Shuttle Bus zum Hostel gedüst. Dabei konnte man schon erste Eindrücke der Stadt erhaschen, und ich persönlich kam mir vor wie in einem amerikanischen Film, nur mit dem Unterschied, dass ich wirklich in Amerika war. Nach dem kurzen Check-In in unser Hostel sind wir abends noch zum Times Square gelaufen und haben dort zu Abend gegessen. Es war echt beeindruckend wie riesig eine Straße sein kann, aber es ist auch sehr überlaufen und touristisch.

Am nächsten Tag sind wir vormittags nach Liberty Island und Ellis Island gefahren. Für mich war das schönste daran die Bootsfahrt, weil man New York aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten konnte.

Nachmittags haben wir eine Walking Tour durch Downtown Manhattan gemacht und hatten danach ein wenig Freizeit.

Am nächsten Tag haben wir vormittags die zweite Walking Tour (Midtown/Uptown/Central Park) gemacht, da es so viel zu entdecken gibt. Nachmittags waren wir dann bei Ground Zero und im 9/11 Memorial Museum. Ich fand es sehr interessant zu sehen, wie tief dieses Ereignis mit der amerikanischen Kultur und Identität verknüpft ist. Danach waren wir noch auf dem One World Observatory und hatten einen fantastischen Ausblick auf New York. Man konnte nirgendwo den Anfang der schier endlosen Häuserblocks erkennen.

Am dritten Tag sind wir über Toronto nach Buffalo geflogen und haben abends unsere Gastfamilien getroffen. Ich glaube, dass alle zufrieden waren und dass die Herzlichkeit der Menschen uns alle sehr berührt hat.

Den ersten Schultag in Buffalo haben wir zusammen mit unseren Gastschülern in der Schule verbracht, dabei ist mir aufgefallen, dass es viele Unterschiede zu unserem Schulsystem in Deutschland gibt, zum Beispiel, dass dort der Unterricht viel lockerer und einfacher gestaltet wird. Jedoch gibt es dort auch einen ganz anderen School Spirit.

Am nächsten Tag haben wir einen Ausflug zu Power Vista gemacht, einem riesigen Kraftwerk, das den Strom durch die Niagara Fälle erzeugt und verteilt. Dann hatten wir wegen des Columbus Days und des Wochenendes vier Tage frei bzw. Familienzeit und konnten zusammen Ausflüge machen. Meine Gastfamilie und ich sind auf eine Apple Picking Farm, auf eine Pumpkin Farm und auf die kanadische Seite der Niagara Fälle gefahren. Die Zeit war sehr lustig und ich habe angefangen Amerika wirklich sehr gern zu haben.

Am Dienstag waren wir dann wieder in der Schule und sind von dort aus nach Downtown Buffalo gefahren und haben eine geführte Walking Tour gemacht. Dabei ist mir aufgefallen, wie groß Buffalo eigentlich ist, wahrscheinlich noch größer als Euskirchen und Düren zusammen. Später waren wir dann im Buffalo State College und haben viel über das amerikanische Campusleben erfahren. Das Campusgelände war riesig, alleine im Gym gab es eine Schwimmhalle, eine Basketball-, eine Track- and Fieldhalle, eine Eishockeyhalle und noch das normale Fitnessstudio. Aber dafür sind die amerikanischen Universitäten auch sehr teuer.

Am nächsten Tag haben wir die Präsentationen über Deutschland und unsere Kultur in der Schule gehalten. Zwei Schüler und ich sind zusammen mit Frau Eßer-Brettschneider in eine Middle School gegangen; die Kinder dort hatten erst seit drei Wochen Deutschunterricht. Wir haben unser Bestes während der Präsentation gegeben, und danach fand noch eine kleine Fragerunde statt. Die Kinder waren total süß und haben uns am Ende sogar noch eine kleine Tüte Süßigkeiten geschenkt. Das hat superviel Spaß gemacht!

Am vorletzten Tag haben wir die Niagara Fälle besichtigt und die Maid of the Mist und the Cave of the Winds Tour gemacht. Es war sehr beeindruckend, wie schnell und gewaltig das Wasser runter fließt… Bei der Bootstour konnte man die pure Schönheit genießen und als man relativ nah an sie herangehen konnte, habe ich mich bestimmt eine Minute dahin gestellt, wo am Meisten herunter kam! Danach war ich komplett durchnässt, aber total glücklich. It was so much fun! Abends haben wir uns alle noch einmal zum Potluck Dinner getroffen, wo wir mit allen Gastfamillien, den Lehrerinnen und Lehrern und mitgebrachtem Essen gemeinsam eine „German Night“ verbracht haben.

Am letzten Tag in der Schule gab es das PowderPuff Game, bei dem ein paar lustige Spiele im Gym veranstaltet wurden und danach gab es ein Football Game wo die Mädchen gespielt und die Jungs gecheerleadert haben. Abends gab es ein riesiges Bonfire auf dem Sportgelände und einer der Lehrer war DJ. Das Ganze war wie eine Schulparty und wir hatten alle total viel Spaß!

Am nächsten Tag haben wir uns morgens verabschiedet und sind zuerst mit dem Bus wieder nach Toronto gefahren, von wo es dann weiter nach Frankfurt ging. Als wir dann sonntags in Zülpich angekommen sind, war ich zwar fertig und müde, aber auch sehr dankbar für die Möglichkeit, an einem so schönen Erlebnis teilhaben zu dürfen.

Ich denke, wir alle haben Freunde fürs Leben gefunden und ich persönlich würde meine Gastfamilie gerne noch einmal individuell besuchen.

Yasemin Karakas, Q1