Liebe Eltern,

ab dem 22. Januar 2021 beginnt wieder der Präsenzunterricht in den Qualifikationsphasen Nordrhein-Westfalens und wir Lehrerinnen und Lehrer freuen uns schon sehr darauf, zunächst unseren Schülerinnen und Schülern der Q1 und Q2 (und hoffentlich bald auch den anderen)  wieder persönlich zu begegnen und unsere Schülerinnen und Schüler auf die herkömmliche Weise zu unterrichten.

Allerdings bereitet dieser Umstand des Teilpräsenzunterrichts gewisse Schwierigkeiten, denn er bleibt nicht ohne Auswirkung auf die übrigen Unterrichte:

  • In der Zeit, die Lehrkräfte, die Q1 und Q2 unterrichten, auf dem Weg zur Schule oder auf dem Nachhauseweg sind, können Sie keinen synchronen (also gleichzeitigen) Distanzunterricht wie Videokonferenzen, Chatfragerunden etc. in ihren anderen Lerngruppen wahrnehmen.
  • Da wir noch immer nicht über W-LAN verfügen (was sich aber in diesem Frühling aller Voraussicht nach ändern wird), können die gleichen Lehrkräfte, wenn sie hier in der Schule etwa in der 1./2. Stunde und 7./8. Stunde Unterricht haben, in den dazwischen liegenden Stunden in eben dieser Zeit ebenfalls keinen synchronen Distanzunterricht wahrnehmen, da wir die wenigen internetfähigen Räume für die Notbetreuung oder den Informatikunterricht etwa benötigen und somit den Lehrkräften leider die Voraussetzungen für Online-Unterrichtsformate fehlen.

Für Ihre Kinder in den Klassen 5 bis EF bedeutet das, dass sie abhängig von den Unterrichtsverpflichtungen der Lehrkräfte der Klasse Ihres Kindes in der Oberstufe teils nur geringe, teils doch erhebliche Abstriche im Distanzunterricht in Kauf nehmen müssen, sodass zum Teil überwiegend an bereitgestellten Aufgaben gearbeitet wird. Diese Nachteile können wir personalplanerisch nicht begünstigend beeinflussen oder gar beheben, da ja allen Unterrichtsverpflichtungen nachgekommen werden muss und wir wie alle Schulen keine zusätzlichen Lehrkräfte zur Verfügung haben.

Dieser Umstand wurde nach meinem Dafürhalten schon seit Monaten in den Rufen nach Wechselunterricht vergessen bzw. ignoriert, denn für guten Wechselunterricht benötigt man Lehrkräfte im Präsenz- und im Distanzunterricht, und zwar gleichzeitig, was schlichtweg unmöglich ist, sodass im Distanzunterricht auf kontaktärmere Arbeitsformen zurückgegriffen werden muss. Wechselunterricht ab nächste Woche bedeutet somit konkret Abstriche für die Jahrgänge 5-EF, damit wenigstens in Q1 und Q2 (immerhin rund 300 Unterrichtsstunden wöchentlich) in Präsenz unterrichtet werden können, was angesichts des anstehenden Abiturs auch dringend erforderlich ist. Die Q2 hat unmittelbar vor der Prüfung, auf die die ganze Schullaufbahn hinausläuft, gerade mal noch sechs Wochen regulären Unterricht und braucht jede Unterstützung! - Die Lehrerinnen und Lehrer informieren Ihre Kinder, wenn Sie von Einschränkungen betroffen sein sollten.

Das bedeutet aber auch: Sollten wir in naher Zukunft in den Wechselunterricht mit geteilten Klassen eintreten, stünden bei vollumfänglicher Erteilung des Präsenzunterrichts für den Distanzunterricht keine anderen Lehrkräfte als die zur Verfügung, die vollumfänglich im Präsenzunterricht eingesetzt sind, so dass der gesamte Distanzunterricht über Aufgabenerteilung funktionieren müsste.

Um aber zumindest die Rückkehr der Q1 und Q2 infektionsprophylaktisch angemessen gestalten zu können, sind angesichts der aktuellen pandemischen Situation gewisse Regelungen erforderlich, die ich nachstehend aufführen werde:

  • Die Kurse kehren gemäß Mitteilung des MSB (Ministerium für Schule und Bildung) jeweils vollständig zurück, d.h., es wird keine Kursteilung geben. Gleichwohl werden die insgesamt sechs bis acht Kurse (je Unterrichsstunde), die gleichzeitig unterrichtet werden, in den sechs bis acht größten Räumen unterrichtet werden, die wir anbieten können.
  • Es gilt der aktuelle Stundenplan.
  • Schülerinnen und Schüler müssen "mindestens" eine Alltagsmaske tragen (die Verwendung medizinischer Masken würde uns im Interesse aller Beteiligten natürlich besonders freuen), die Lehrkräfte hingegen sind zum Tragen einer medizinischen Maske verpflichtet.
  • Die Unterrichts- und Pausenzeiten sind wieder die der Zeit vor der Pandemie: Wir beginnen um 08.00 Uhr am Morgen, Pausen sind von 09.30 bis 09.50 Uhr, von 11.20 bis 11.40 Uhr sowie von 13.15 bis 13.30 Uhr. Der Q1 ist in den Pausen Schulhof I zugewiesen, der Q2 Schulhof II.
  • Im Sportunterricht und bei Prüfungen kann die Lehrkraft entscheiden, dass unter Wahrung der 1,50-m-Abstandsregel vorübergehend auf das Tragen einer Maske verzichtet werden kann. - Die genauen Vorgaben für den gewiss sensibel zu betrachtenden Sportunterricht besprechen die Sportlehrkräfte mit den Schülerinnen und Schülern.
  • Die Pausen sind im eigenen Interesse unbedingt auch als Maskenpausen zu nutzen (unter Wahrung der 1,50-m-Abstandsregel); in den großen Pausen ist der Aufenthalt im PZ untersagt.
  • Es gelten im Gebäude weiterhin alle vor dem Lockdown vermittelten Vorgaben (Maskenpflicht (s.o.), Abstandsregel, Händedesinfektion bzw. -reinigung, Lüftung, Laufwege ...)

Derzeit ist nicht absehbar, wie sich die pandemische Situation entwickeln wird, aber wie gewohnt werden wir Sie möglichst rechtzeitig und genau informieren, sobald wir über die nächsten Schritte in Kenntnis gesetzt werden.

Bitte bewahren Sie Geduld und Zuversicht, das bisherige Miteinander in dieser Krise macht mich zuversichtlich, dass wir auch die nächsten Schritte gemeinsam, verständnisvoll und einvernehmlich bewältigen werden.

Herzlichst

Joachim P. Beilharz, OStD