Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte, liebe Schülerinnen und Schüler,

zuletzt erreichten mich Elternanschreiben verschiedener Jahrgangsstufen, in denen geäußert wurde, dass einzelne Fachlehrer(innen) zu viele Arbeitsaufträge stellen. Auch wurde vereinzelt geäußert, dass die SuS überfordert würden, weil etwa durch Powerpoint ein zu anspruchsvolles, bislang unbekanntes Ergebnisformat erwartet würde. Ebenfalls erreichten mich Anfragen, einzelne Fachlehrer(innen) hingegen hätten noch gar nichts versandt.

Selbstverständlich möchte niemand die Schülerinnen und Schüler oder deren Eltern (die sich etwa gehalten sehen, ihre Kinder z.B. in Powerpoint einzuweisen) gerade in dieser besonderen Situation überlasten – uns Lehrkräften geht es lediglich darum, schulisch zu fordern und zu fördern.

Dazu möchte ich folgende Hinweise geben:

  • Einige Kolleg(inn)en, darunter ich selbst, haben die Aufgaben sofort für drei Unterrichtswochen gebündelt zugeschickt. Diese kann man sich so einteilen, dass sie nicht umgehend erledigt, sondern sukzessive abgearbeitet werden. Diese Belastung sollte wirklich auf mindestens drei Wochen verteilt werden.
  • Manche Kolleg(inn)en, erneut auch ich, schlagen die Erstellung von Powerpoints als eine mögliche (!) Ergebnisversion oder Ähnlichem vor, bestehen aber nicht genau auf diesem Format und haben Alternativen zur Wahl gestellt. Hier kann ggf. bei der Fachkraft nachgefragt werden.
  • Bei kurzfristiger terminierten Arbeitsaufträgen kann man nachfragen, welcher Spielraum besteht oder ob man man mehr Zeit zur Erledigung erhält.
  • Auch für Lehrkräfte ist die Situation neu. Nun muss sich erst einmal einspielen, was auf diesem Weg wie vermittelbar ist und verlangt bzw. erwartet werden kann. (Hier ist eine Rückmeldung an einzelne Lehrkräfte sehr hilfreich und konstruktiv. Diese Rückmeldung ist sehr wichtig für das Aufeinandereinschwingen in dieser ungewohnten und nicht unbelasteten Lerndisposition.)
  • Nur durch klare unmittelbare Rückmeldungen können Lehrkräfte feststellen, in welchen Fällen Arbeitsaufträge – ggf. binnendifferenziert – neuerlich zu reflektieren und in einzelnen Fällen eventuell zu überdenken und zu modifizieren sind.
  • Alle Lehrkräfte sind gehalten und ohnehin bereit, mit Augenmaß und Empathie Aufgaben zu stellen, vor allem aber mit deren Erledigung umzugehen. D.h., dass die Lehrkräfte nach Öffnung der Schule selbstverständlich mit der nötigen pädagogischen Grundhaltung und Sensibilität an die Auswertung der Ergebnisse herangehen werden.
  • Erhalten Sie bzw. erhaltet ihr keine Zusendung von Arbeitsaufträgen? Wie in anderen Zeiträumen gibt es in einem so großen Kollegium auch jetzt erkrankte Lehrkräfte. Sicher haben alle Verständnis dafür, dass ich nicht auf der Homepage einstellen kann, wer dienstunfähig ist. Beim Ausbleiben von Arbeitsaufträgen fragen Sie bitte bzw. fragt bitte bei der Klassen- oder Stufenleitung nach, die wiederum mit mir in Kontakt stehen.

Gemeinsam werden wir Erforderliches und Mögliches in Einklang miteinander bringen!

Ihnen und euch allen weiterhin alles Gute und Gesundheit bzw. Gesundung,

herzliche Grüße in Ihre und eure Familien

Joachim P. Beilharz, OStD