Erst am heutigen Vormittag (07.05.2020) erreichte uns die 20. Corona-Mail des Ministeriums. Seit gestern Nachmittag geistern Teilinformationen durch Internet, Zeitungen und weitere Medien. Präzise, belastbare und verbindliche Informationen erhalten wir aber nur durch Mails des MSB. Daher bitte ich um Verständnis, wenn der fälschliche Eindruck entsteht, dass vermeintlich verzögert Informationen weitergeleitet werden.

Im Folgenden werden die wesentlichen Regelungen der Mail (rot dargestellt) auszugsweise kurz – dabei z. T. mehrere zusammenfassend – kommentiert.

Zu Klassenarbeiten und Versetzungen wurden Sie in der letzten Mitteilung auf der Homepage unserer Schule bereits vorab informiert.

Ausführliche Informationen gehen Ihnen im Laufe der nächsten Tage und Woche durch die zuständigen Koordinatoren bzw. Lehrkräfte zu. Herr Münch erarbeitet bis spätestens nächste Woche Freitag einen Plan für die rollierende Unterrichtung ab 26.05.2020. Dann werden wir Ihnen dieses Konzept, das ein tageweises Rollieren vorsieht, erläutern. Bitte warten Sie diesen Plan ab, bevor Sie Rückfragen stellen.

  • Es ist vorgesehen, dass die Lehrkräfte im Präsenzunterricht die weitere Arbeit an Inhalten vorbereiten und Methoden bzw. Kompetenzen für das Lernen auf Distanz (LaD) erweitern.

  • Zugleich laufen hinter den Kulissen die Anstrengungen, das LaD durch digitale Ausstattung, Bereitstellung von Lernplattformen und standardisierte Mail-Nutzung zu begünstigen. Hierzu gab es bereits intensive, hilfreiche und zuversichtlich stimmende Gespräche mit dem Schulträger.

  • Ab dem 11. Mai 2020 kommen an den Schulformen mit gymnasialer Oberstufe (Gymnasium und Gesamtschule) die Schülerinnen und Schüler der Qualifikationsphase 1 in die Schule.

    • Hier werden wir für zwei Wochen so arbeiten, dass in der ersten Woche die eine, in der anderen Woche die andere Hälfte des Kurses unterrichtet wird. Herr Münch hat in Absprache mit Frau Schauff hierzu einen praktikablen und verschiedene Aspekte berücksichtigenden Stundenplan entwickelt.

  • Sollten zu diesem Zeitpunkt darüber hinaus räumliche und personelle Kapazitäten zur Verfügung stehen, ist die Beschulung weiterer Lerngruppen bzw. Jahrgangsstufen möglich.

    • Nach Prüfung der personellen und räumlichen Ressourcen hat sich ergeben, dass eine partielle Unterrichtung der EF nicht ausgeschlossen ist, allerdings dann nur in der Fächergruppe I. Hier sind aber noch einzelne Aspekte im Klärungsprozess. Im Verlauf des Freitag werden wir Sie und euch diesbezüglich informieren. Wenn wir Unterricht ermöglichen, müssen wir unbedingt gewissen hygienischen und organisatorischen (u.a. Bustransfer!) Ansprüchen gerecht werden können.

  • Ab dem 26. Mai 2020, dem Tag nach dem Haupttermin der Abiturprüfungen, kommen an den Schulformen mit gymnasialer Oberstufe Schülerinnen und Schüler aus allen Jahrgangsstufen im Rahmen der vorhandenen personellen und räumlichen Kapazitäten im annähernd gleichen Umfang bis zum Ende des Schuljahres dazu.

  • Alle Jahrgangsstufen sind dabei schulintern in vergleichbarem Umfang mit einer Mischung aus Präsenz- und Distanzlernen zu unterrichten, beispielsweise durch ein tageweises Rollieren.

    • Hier werden wir vorbehaltlich geänderter Vorgaben durch das MSB bis zu den Ferien so arbeiten, dass im Dreitagesrhythmus rolliert wird, jede(r) SuS also ungefähr alle drei Tage Unterricht nach einem noch zu erstellenden Stundenplan hat. Diese Stundenpläne werden absehbare Ausfälle (Risikolehrkräfte im LaD) berücksichtigen, den Nachmittagsunterricht in der Sek. I ausschließen und ggf. einen freien Tag pro Woche für jede Klasse darstellen (der dann für LaD, vornehmlich mit Risikolehrkräften, zur Verfügung steht). Herr Münch wird hierzu einen praktikablen und verschiedene Aspekte berücksichtigenden Stundenplan bis Ende nächster Woche gestalten.

  • Auf eine Vorgabe, welche Fächer vorrangig in Präsenzform zu unterrichten sind, wird angesichts der unterschiedlichen Situation in den Schulen und mit Blick auf die Gesamtheit der für den Präsenzunterricht zur Verfügung stehenden Lehrkräfte verzichtet.

  • Die Notbetreuung für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 ist aufrechtzuerhalten.

  • Aus Gründen des Infektionsschutzes sollen in der Sekundarstufe I feste und permanente Lerngruppen gebildet werden (z.B. unter derzeitigem Verzicht auf äußere Fachleistungsdifferenzierung und Wahlpflichtkurse mit Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Klassen).

  • Der Präsenzunterricht wird auch an Ganztagsschulen in der Sekundarstufe I auf den Vormittag beschränkt.

    • Das bindet weitere Personalressourcen. - Hier werden wir im Sinne einer praktikablen Stundenplangestaltung, in die auch der Bustransfer mit hineinspielt, ggf. Unterrichte kürzen (müssen).

    • Die Forderung konstanter Lerngruppen stellt uns in WP I, WP II und den Religionsunterrichten vor nahezu unlösbare Probleme, wenn Lerngruppen- mischungen untersagt sind, Fachunterricht aber erteilt werden soll.

  • Zur Einhaltung der Hygienevorschriften können nicht mehrere Lerngruppen nacheinander in dem selben Raum unterrichtet werden. Daher findet kein Schichtbetrieb statt.

    • Das setzt die Nutzung der Fachräume als reguläre Unterrichtsräume voraus.

    • In der Oberstufe ist diese Vorgabe ab 26. Mai 2020 ohne Modifikation des Hygienekonzepts nahezu unmöglich umsetzbar, da dann keine anderen Räume zur Verfügung stehen. Bis einschließlich 25. Mai 2020 wird so verfahren, dass ein für einen Unterricht genutzter Raum sozusagen als kontaminiert gilt und am selben Tag nicht wieder genutzt wird. Dafür bedarf es aber eines Raumpools, den wir ab 26. Mai 2020 nicht mehr haben. Hier arbeiten wir an Lösungen.

Insgesamt werden Sie trotz der Fülle an Informationen feststellen, dass noch viele Präzisierungen und Konkretisierungen fehlen. Diesbezüglich werden wir Sie alsbald informieren. Wir arbeiten mit Hochdruck an Lösungen, Konzepten und Modellen.

Joachim P. Beilharz, OStD

pdfWiederaufnahme des Unterrichts - Phase II