In diesem Jahr war der Unterricht im Naturwissenschaftskurs etwas anders. Dank des Bayer foundation Stipendiums hatte unsere Schule die Möglichkeit, eine Eye-Tracking Brille der Firma iMotions zu kaufen. Der Schwerpunkt der Forschungen lag dabei auf dem Straßenverkehr. In unserem Forschungsprojekt lag der Fokus besonders auf dem Blickverhalten der Fahrenden, während sie am Smartphone sind, und der Frage, ob es dabei einen Unterschied zwischen erfahrenen und unerfahrenen Fahrern gibt.
Dazu hatte unsere Gruppe die Möglichkeit, in Kooperation mit der Fahrschule Bank einen Fahrsimulator zu nutzen, was die Forschung um einiges erleichtert hat.
Insgesamt mussten die 12 Probanden eine bestimmte Strecke mit dem Simulator fahren, auf der es zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Gefahrensituation gab (in unserem Fall in Form von plötzlichem starkem Nebel). Diese Strecke wurde zweimal gefahren; einmal komplett ohne Handy, beim zweiten Mal bekamen die Probanden eine einfache Nachricht, auf die sie so schnell wie möglich antworten mussten.
Die Ergebnisse unseres Projekts zeigen, dass sich die visuelle Aufmerksamkeit auf die Fahrbahn durch die Nutzung eines Smartphones verringert. Gleichzeitig erhöht sich aber auch die Aufmerksamkeit auf fahrfremde Bereiche. Das konnte man besonders daran feststellen, dass die Probanden mit dem Smartphone weniger lange auf die Frontscheibe geschaut haben im Vergleich zur Fahrt ohne das Smartphone; dafür waren ihre Blicke häufiger auf andere Bereiche gerichtet. Auffällig war auch, dass die Probanden mit dem Handy mehr Schlenker machen mussten, um auf der Strecke zu bleiben. Also lässt sich daraus schließen, dass das Unfallrisiko größer ist, wenn das Smartphone genutzt wird.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass unsere Forschung einige interessante Ergebnisse hervorgebracht hat. Jedoch gilt es mit den Ergebnissen immer vorsichtig umzugehen, da so ein Schulprojekt natürlich nicht mit einer umfangreichen Studie zu vergleichen ist. Diese bieten allerdings den Ausgangspunkt für eine weitere, vertiefende Forschung am Ende eines sehr lehrreichen Schuljahres, währenddessen vertiefende Erkenntnisse im Bereich der Naturwissenschaften gewonnen wurden.
Helene Böttcher, Luisa-Marie Stark, Viktoria Weber
















