Von Montag, den 21.09.2026, bis Mittwoch, den 23.09.2026, fuhren die Klassen 5a, 5b und 5c in das Naturfreundehaus Berg. Direkt im Anschluss machten sich auch die Klassen 5d und 5e auf den Weg in das Naturfreundehaus (23.09.2026 bis 25.09.2026). Nach der Busfahrt, welche ungefähr 45 Minuten dauerte, wurden wir in Hilberath abgesetzt und begannen mit dem ersten Programmpunkt unserer Klassenfahrt.
Wir wanderten von Hilberath bis zur Jugendherberge und überquerten dabei auch die Ländergrenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Unterbrochen wurde die ungefähr drei Kilometer lange Wanderung durch ein gemeinsames Frühstück, welches wir auf dem schönen Wanderweg gemeinsam veranstalteten. Das Wetter war angenehm warm und deshalb war der Weg auch gar nicht so schlimm.
Als wir in der Jugendherberge angekommen waren, erklärte uns der Herbergsvater erst einmal die Regeln. Auf dem Gelände gab es viele Hängematten, eine Schaukel und sogar ein Sofa, welches draußen stand und von welchem man einen wunderschönen Blick in den Wald hatte. Nachdem alles erklärt worden war, durften wir erst einmal draußen spielen. Das machten wir so lange, bis es Mittagessen gab.
Zum Mittagessen gab es Nudeln mit Tomatensoße. Zum Nachtisch konnten wir zwischen Vanille- und Schokopudding wählen. Danach gingen wir auf unsere Zimmer und bezogen unsere Betten. Als wir damit fertig waren, gingen wir gemeinsam in den Wald.
Der Abhang nach unten war ziemlich steil. Als wir unten angekommen waren, spielten wir am Bach und machten verschiedene Vertrauensspiele. Bei einem Spiel mussten wir uns nach hinten fallen lassen und die anderen Kinder sollten uns auffangen. Am Anfang hatten wir noch ein mulmiges Gefühl, aber es hat sehr viel Spaß gemacht und am Ende haben sich alle getraut, sich in die Arme der weiteren Kinder fallen zu lassen.
Bevor das Abendprogramm begann, durften wir nach dem Abendessen noch einmal auf unsere Zimmer und konnten so die Freizeit nach den eigenen Wünschen gestalten. Gegen 20:00 Uhr versammelten wir uns an zwei riesigen Feuerschalen, bei welchen selbst gemachter Stockbrotteig bereitstand. Schnell wickelten wir den Teig um die Stöcke und hielten diese in die Glut, um im Anschluss das Stockbrot am gemütlich prasselnden Feuer probieren zu können. So ging ein ereignisreicher und schöner erster Tag der Klassenfahrt zu Ende.
Nach dem Frühstück am nächsten Morgen kam ein Naturscout zu uns. Wir gingen gemeinsam auf die Wiese neben der Jugendherberge und besprachen zunächst ein paar Regeln, die für die folgenden Sportspiele wichtig waren.
Der Naturscout wollte uns verschiedene Jagdtechniken zeigen, mit denen man im Wald überleben könnte. Dazu wurden wir in verschiedene Gruppen eingeteilt. Es gab mehrere Stationen, zum Beispiel Bogenschießen, Schleudern und Speerwerfen. Alle Stationen haben sehr viel Spaß gemacht und es war spannend, die verschiedenen Sachen auszuprobieren. Während man beispielsweise beim Bogenschießen zunächst Probleme hatte die Scheibe zu treffen, wurde man schnell besser und schaffte es am Ende doch. Dies hat uns gezeigt, dass wir Ziele erreichen können, wenn wir an diesen festhalten und immer weiter üben, bis wir diese erreicht haben.
Nach dem Mittagessen trafen wir uns wieder mit dem Naturscout. Dieses Mal gingen wir erneut in den Wald. Dort sollten wir Laubschlafsäcke bauen. Dafür wurden wir wieder in Teams eingeteilt. Wir sammelten viel Laub und versuchten, möglichst dicke Schlafsäcke daraus zu bauen. Danach probierten wir aus, wie bequem und weich sie waren. Im Anschluss ging es bei einer kleinen Wanderung durch den Wald darum, besonders wachsam zu sein und aufmerksam die Umgebung des Waldes und die Geräusche wahrzunehmen. Aus diesem Grund versteckte der Naturscout verschiedene Gegenstände am Wegesrand, die wir zunächst finden und uns dann merken sollten. Im Anschluss schauten wir, wer die meisten Gegenstände gefunden hatte, und kürten einen Klassensieger. Zum Abschluss des Nachmittages mussten wir einen Waldparkour bewältigen, bei welchem wir über kleinere Hindernisse wie Stöcke oder Baumstämme laufen mussten und die Augen verbunden hatten. Das hat ziemlich viel Spaß gemacht, da wir die Umgebung des Waldes ganz anders wahrnehmen konnten und sich alle gefreut haben, nachdem sie den Parkour erfolgreich bewältigt hatten.
Nach dem Abendessen trafen wir uns wieder für eine Nachtwanderung. Gemeinsam mit dem Naturscout liefen wir wieder hinunter in den Wald. Da es schon dunkel war, wurde diese Wanderung zu einem besonderen und einzigartigen Erlebnis. Wir durften keine Taschenlampen benutzen und stellten schnell fest, dass wir auch in der Dunkelheit den richtigen Weg finden können, wenn wir uns konzentrieren und auf unseren Hör- und Sehsinn vertrauen. Denn auch durch die dunklen Baumwipfel spendete uns der Mond viel Licht, sodass wir uns nach kurzer Zeit auch im dunklen Wald gut orientieren konnten. Zum Abschluss der Wanderung wartete noch eine Mutprobe auf uns: Jeder sollte ein kleines Stück des Weges in völliger Dunkelheit allein zurücklegen. Am Ende traute sich jeder von uns, sodass diese Herausforderung die Nachtwanderung zu einem ganz besonderen Erlebnis machte, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Als wir wieder an der Jugendherberge zurück waren, spielten wir noch ein bisschen draußen Fangen oder entspannten in den Hängematten. Im Anschluss machten wir uns bettfertig.
Am nächsten Morgen mussten wir leider schon wieder unsere Sachen packen. Wir packten unsere Koffer, frühstückten und hatten im Anschluss noch etwas Zeit zum Spielen.
Anschließend gingen wir ein letztes Mal auf die Wiese und warteten dort auf den Bus. Als er endlich kam, stiegen wir ein und fuhren zurück zur Schule.
Leider war die Klassenfahrt viel zu schnell vorbei. Ich fand sie richtig schön, weil wir viele spannende Sachen gemacht haben und viel Zeit mit unseren Freunden verbringen konnten. Besonders die Spiele im Wald, das Stockbrot und die Nachtwanderung haben mir sehr gut gefallen. Ich werde mich bestimmt noch lange an die Klassenfahrt erinnern.
(Elodie Jankowski, Klasse 5a. Gemeinsam mit Frau Vorlop)
















