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Leitbild des Franken-Gymnasiums Zülpich

 

Am Franken-Gymnasium Zülpich verstehen wir uns als Schulfamilie! Auch wenn nur bei wenigen tatsächliche Verwandtschaftsverhältnisse vorliegen, vermag die Metapher „Schulfamilie“ doch auszudrücken, worauf es uns in unserer schulischen Arbeit ankommt. Denn für eine Familie sind einige Merkmale konstitutiv, die wir uns für unser tägliches Miteinander zu eigen machen möchten:

 

  • Wir am Franken-Gymnasium halten zusammen:

Zusammenhalt, Kooperation und Wir-Gefühl stellen an unserer Schule einen wichtigen, unverzichtbaren Faktor dar. Denn eine Schule kann sich nur weiterentwickeln, wenn die am Schulleben Beteiligten (Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und Erziehungsberechtigte, Verwaltungsangestellte etc.) zusammenarbeiten und miteinander nach Lösungen für Herausforderungen und Probleme sowie nach Verbesserungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten suchen. Dabei darf natürlich auch über einzelne Sachinhalte kontrovers diskutiert und respektvoll gestritten werden.

 

  • Wir am Franken-Gymnasium respektieren und schätzen einander:

 Wie auch immer die Mitglieder unserer Schulfamilie miteinander sprechen, ob sie einer Meinung sind oder lebhaft diskutieren, wollen wir doch stets angemessene und wertschätzende Formen des Gesprächs anwenden. Dabei steht vor allem bei Kritik und Meinungsverschiedenheiten der Grundsatz im Vordergrund, dass gegebenenfalls ein Verhalten kritisiert werden kann, jedoch nicht die Person generell. Respekt vor der Würde des anderen und seine Wertschätzung als Mit-Mensch gelten dabei unbedingt.

 

  • Wir am Franken-Gymnasium helfen und unterstützen einander:

 Wenn es im schulischen Kontext einmal Probleme gibt, muss man sich darauf verlassen können, dass Menschen einander helfen. Durch das soziale Lernen und das Persönliche Lernen in den Klassen 5 und 6, durch unser Patensystem sowie durch soziale Projekte in Klasse 8 wollen wir unsere Schülerinnen und Schüler zu einem sozialen und verantwortungsbewussten bzw. verantworteten Miteinander anleiten. Selbstverständlich ist gegenseitige Hilfestellung auch im täglichen Miteinander von Schülerinnen und Schülern untereinander sowie durch unsere Lehrerinnen und Lehrer vielerorts anzutreffen und an unserer Schule mehr als nur erwünscht.

 

  • Wir am Franken-Gymnasium schließen niemanden aus:

 

Als „Courage-Schule“ lehnen wir jegliche Ausgrenzung und Diskriminierung von Mitmenschen, ganz gleich aus welchen Gründen, ab. Wir akzeptieren die Andersheit des bzw. der Einzelnen, schließen niemanden aus und verhalten uns ihm bzw. ihr gegenüber stets wertschätzend. Und wenn es einmal Konflikte oder Regelverstöße gibt, versuchen wir, sie zunächst im Gespräch zu klären und bei Fehlverhalten Einsicht zu bewirken. Dies schließt auch den Mut ein, bei Ungerechtigkeit und Ausgrenzung nicht wegzuschauen, sondern aktiv dagegen auf- bzw. einzutreten.

  

  • Wir am Franken-Gymnasium unternehmen etwas zusammen:

 

In einem familiären Miteinander sind gemeinsame Unternehmungen sehr wichtig, um die Zusammengehörigkeit zu stärken. Daher suchen wir neben Klassenfahrten und Exkursionen auch immer wieder Gelegenheiten zum gegenseitigen Austausch und besseren Kennenlernen. Unser Adventscafé sowie der Kennenlernnachmittag für unsere neuen 5er sind dafür nur zwei Beispiele.

 

  • Wir am Franken-Gymnasium sehen gemeinsam auch über uns selbst hinaus:

 

Solidarität ist wichtig, in der Gesellschaft, in der Familie und auch in der Schule. Aber man wird der Solidarität insgesamt nicht gerecht, wenn man nur bei sich selber – im Kontext Schule – stehen bleibt. Daher legen wir Wert darauf, auch den Blick nach außen nicht zu verlieren. So unterstützen wir regelmäßig ein Hilfsprojekt in Ghana und führen in Klasse 8 soziale Projekte durch, die auch anderen Menschen und Gruppen in unserer Umgebung zugute kommen. Neben der Verantwortung für unsere Mitmenschen auch außerhalb der Schule sind uns die Natur und Umwelt ebenfalls ein großes Anliegen. Zudem spielt der Europa-Gedanke eine essentielle Rolle, dem wir uns als Europaschule durch vielfältige Aktionen und Fahrten verbunden fühlen.

 

Wie jede Familie besteht auch unsere Schulfamilie aus unterschiedlichen Individuen mit ihrer jeweiligen Persönlichkeit. Wichtig ist uns, einander das Gefühl zu geben, als der Mensch respektiert und geschätzt zu werden, der wir sind. Daher bemühen wir uns im schulischen Alltag mit all seinen Anforderungen, Aufgaben und Herausforderungen stets um eine Atmosphäre des Miteinanders, sodass sich jedes Mitglied unsrer Schulfamilie wohlfühlen kann.

Somit ist die Vermittlung von Werten nicht etwa nur ein Unterrichtsgegenstand, sondern eben diese Werte sind zugleich Maßstab unseres täglichen Handelns mit dem Ziel, all unseren Schülerinnen und Schülern am Franken-Gymnasium nicht nur eine anspruchsvolle fachliche und methodische Ausbildung, sondern eben gleichermaßen eine Lernheimat zu bieten.

Als Schule mit einer europäischen Ausrichtung ist uns darüber hinaus die Entwicklung eines Verständnisses sowie der Akzeptanz kultureller Werte auch anderer Länder besonders wichtig. Deshalb fördern wir insbesondere die Entwicklung unserer Schülerinnen und Schüler zu eigenverantwortlichen, selbstständigen und kooperativen Mitgliedern der europäischen Völker-Gemeinschaft.

Ziel am Franken-Gymnasium ist es, dass jedes Kind an unserer Schule sein optimales Bildungsziel in einer positiven und förderlichen, toleranten und vorurteilsfreien Lernatmosphäre erreichen kann. Dies soll allen Kindern unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, Religion und Kultur ermöglicht werden.

Alle Schülerinnen und Schüler[1], Erziehungsberechtigte, Lehrerinnen und Lehrer, alle Mitarbeiter und alle Schulleitungsmitglieder bilden die Schulfamilie. Diese soll so gestaltet sein, dass sich alle wohl und sicher fühlen können. Deshalb wollen wir alle für eine Atmosphäre sorgen, die geprägt ist von:

  •    gegenseitiger Wertschätzung und Respekt,
  •    dem Mut unsere Meinung frei zu äußern und für andere einzutreten,
  •    Stolz auf unsere eigene Leistung und die der Anderen.

Das Franken-Gymnasium ist ein Ort, an dem Schüler und Lehrer täglich viele Stunden miteinander verbringen, sich mit Respekt begegnen, gemeinsam arbeiten und lernen. Daraus ergeben sich gleichermaßen Rechte und Pflichten, damit alle sich wohl fühlen und sich mit unserer Schule sowie ihren Werten identifizieren können.

 

[1] Im Folgenden wird der Lesbarkeit halber Schüler, Lehrer und Erziehungsberechtigte als geschlechtsneutrale Bezeichnung verwendet. Alle Beteiligten sind natürlich angesprochen.